Chronik: Die Kirche Wang



Die Kirche Wang im  RiesengebirgeDDie Kirche Wang im Riesengebirge ist unser Vereinsemblem. Man findet die aus Norwegen stammende Stabholzkirche sowohl auf unserem Briefkopf als auch auf der Vorderseite unserer Fahne.

Die Umsetzung der Kirche Wang aus dem 12. Jahrhundert ist eine der größten Leistungen der Gräfin von Reden.
Die Kirche, die im südnorwegischen Vang durch ein größeres Gotteshaus ersetzt werden sollte und ein wertvolles Denkmal der Wikinger-Architektur darstellt, hatte 1840 der Dresdner Professor Johan Christian Claussen Dahl für 95 Spezies ersteigert. Der aus Norwegen stammende Kunstmaler war jedoch nicht in der Lage, die ein Vielfaches des Kaufpreises von ungefähr 427 Mark betragenden Überführungskosten zu tragen und bot die Kirche dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. an. Friedrich Wilhelm war bereit, die Kosten zu übernehmen und beabsichtigte einen Aufbau auf der Pfaueninsel am Berliner Wannsee.

Diesen Standort hielt Gräfin von Reden jedoch für unpassend. Sie stellte dem König die Notwendigkeit eines Gotteshauses für die Riesengebirgsdörfer Krummhübel (Karpacz) und Brückenberg (Bierutowice) unterhalb der Schneekoppe dar, dessen bereits seit 1743 vorgesehener Bau wegen Geldmangels nicht ausgeführt werden konnte. Damit überzeugte sie Friedrich Wilhelm und die Kirche, die bereits über Bergen und Stettin nach Berlin verschifft worden war, fand in Brückenberg auf einem dafür von Leopold Graf Schaffgotsch zur Verfügung gestellten Grundstück ihren neuen Standort. Die Kosten für den Kauf und die Umsetzung beliefen sich auf 23.000 Taler. Friedrich Wilhelm IV. bewilligte der Gräfin einen Betrag von 40.000 Talern, wovon sie den Überschuss für soziale Zwecke verwendete. 1842 begann der Wiederaufbau unter Leitung des Baumeisters Hamann. Am 28. Juli 1844 erfolgte die Weihe der Kirche, in deren Umgebung noch durch den Archiktekten Friedrich August Stüler ein massiver Turm und ein Pfarr- und Schulhaus erbaut worden war, in Anwesenheit des Königs.

Die Kirche wurde bis zum Sommer 1946 von einer deutschen Gemeinde genutzt. Nach der Vertreibung der Deutschen bildete sich schon 1946 eine kleine polnische evangelisch-lutherische Gemeinde, die die Kirche für Gottesdienste, Trauungen, Taufen und Konzerte nutzt. Vor den polnischen Gottesdiensten finden von Mai bis September an allen Sonn- und Feiertagen um 9.00 Uhr auch Gottesdienste in deutscher Sprache statt.

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