RTG aktiv August/September 2013

Am 4. August veranstaltete der BdV im Sudetendeutschen Haus den diesjährigen Tag der Heimat. Mit fünf Tanzpaaren beteiligten wir uns an der Gestaltung des kulturellen Teils des Nachmittagsprogrammes. Auch Veronikas Glockenspiel fand wieder großen Anklang.

Die Schlesische Jugend, Landesgruppe Bayern, hat nach ein paar Jahren Pause wieder eine Schlesienreise organisiert. Sieben RTGler starteten in der letzten Augustwoche von München aus mit dem Bus. Die Fahrt ging über Forchheim und Hof, wo weitere Teilnehmer aufgenommen wurden. Unser Basisquartier erreichten wir in Jannowitz, von wo aus dann täglich Ausflüge gemacht wurden. Auf dem Besichtigungsprogramm standen in den folgenden Tagen das Kloster Grüssau, die Weberhäuser in Schömberg und das Schloss Fürstenberg. Besonders interessant war auch der Besuch im Miniaturenmuseum von Schmiedeberg, in dem man Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten aus ganz Schlesien in einem schönen Park bewundern kann. Auch ein Bergwerksbesuch in Neurode beeindruckte, weil sich Viele heute nicht mehr vorstellen können, unter welchen Bedingungen die Bergleute ihrer Arbeit teilweise noch bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts nachgehen mussten. Auch einen Tagesausflug nach Breslau und den Besuch der Friedenskirche in Schweidnitz konnten wir genießen. Den Besuch der Hauptmannhäuser in Agnetendorf und Niederschreiberhau verbanden wir mit einer Wanderung zum Zackelfall. Und eine ausführliche Wanderung über das Schlesierhaus auf die Schneekoppe, die weiter über die Große und Kleine Teichbaude zur Kirche Wang führte, durfte natürlich keinesfalls fehlen. Auf dem Rückweg nach Jannowitz war noch ein Abstecher zur Gnadenkirche in Hirschberg möglich. Am Ruhetag unseres umsichtigen und geduldigen Busfahrers suchten wir uns direkt von unserem Feriendorf aus den Weg zur Ruine Boberstein, die dann geheimnisvoll eingewachsen in den Wald plötzlich vor dem Wanderer auftaucht. Die Abende wurden bei Gesang, Tanz und guter Unterhaltung in den Freizeiträumen der Unterkunft und auch auf dem Grillplatz am Lagerfeuer verbracht. Gesättigt von den vielen schönen Eindrücken traten wir schließlich am 31. August die Heimreise an. Vor allen Dingen diejenigen, die das erste Mal in Schlesien waren, drückten unverhohlen ihre Begeisterung über dieses Land aus und alle waren sich einig, dass bald wieder so eine Reise geplant werden sollte.

Dann waren Mitte September, wie alljährlich, wieder die Bastler in der Gruppe gefordert. Unser diesjähriges Motto zum Oktoberfestumzug lautete „Schlesisches Sauerkraut“. Mit viel Einsatz und Geschick entstand ein schöner Festwagen, ausgestattet mit den herkömmlichen Fässern, Krauthobeln, Messern, weiteren Accessoires und viiieeelen Krautköpfen. Am 22.09. zogen wir durch die Münchner Innenstadt und wurden von den Zuschauern, die in dichten Reihen den Straßenrand säumten, mit reichlich Applaus und lobenden Zurufen bedacht. Besonders freute uns, dass sich die Regisseure des Bayerischen Rundfunks in diesem Jahr besonders für die Schlesier interessierten und ein kurzes Interview mit Veronika und Uli Moll am Übertragungsort am Max II.-Denkmal zu unserer Tracht und dem Motto „Schlesisches Sauerkraut“ durchführten. Natürlich folgte dem Festwagen wie immer die geschlossene Gruppe mit dem geschnitzten Vereinstaferl, Fahne mit schmucker Fahnenbegleitung und dem großen weiß-gelben Bänderbaum. Ein besonderer „Hingucker“ waren unsere beiden „Krautbauern“ mit einem uralten, noch eisenbereiften, historischen Schubkarren.